Samstag, 31. März 2012

Egoism makes happy, but altruism makes happier

Vorletzte Woche war wunderbar. Leider kam ich nicht eher dazu, zu schreiben.
Die Sonne hat geschienen, es war warm. Ich hatte übertrieben gute Laune, besser ging's gar nicht. Herrlich. Ein wunderbares Gefühl, wenn man Schal, Handschuhe und Jacke ablegen kann. Wenn man wieder die Sonnenbrille rausholen muss, weil man auf dem Fahrrad sonst nichts sieht. Wenn nichts und niemand einem die Laune verderben kann. Von mir aus könnte jeder Tag so sein. Von mir aus könnte 365 Tage im Jahr Frühling sein.
Der Frühlingsanfang bringt mich in meinem Streben ein ganzes Stück weiter.
Aber nicht nur der, auch etwas anderes. Etwas, wo ich lange Zeit, viel zu lange, drauf gewartet habe. Es ist an dieser Stelle nicht wichtig, um was es dabei geht. Vielleicht ja in einem anderen Post.

Aber zum Thema der Überschrift.
Egoismus macht glücklich, aber Altruismus macht glücklicher. Das habe ich neulich in einer Wissenschaftszeitschrift gelesen. Ich hatte mir beim Lesen des Artikels gedacht, was an Altruismus so toll sein soll. Was hat man davon, anderen zu geben, wenn die nichts zurückgeben? Wenn sie ignorant und egoistisch weiterleben? Geht es einem nicht eher schlechter in einer solchen Situation?
Ich habe es trotzdem versucht.
Die Schlecker-Filiale in unserem Ort hat zugemacht. Natürlich war Ausverkauf, 30% auf alles. Ich war da. Es lag noch eine Packung merci im Regal. Ich dachte mir, ich schenke sie einer Freundin. Als Dankeschön dafür, dass sie mir in den letzten Wochen so sehr geholfen hat. Ein paar Tage später dachte ich mir jedoch, warum nur ihr? Ihr habe ich schon über die Osterhasen-Aktion  an unserer Schule eine Schokohasen geschenkt. Also wollte ich jedem etwas von den merci abgeben. Ich hatte es vorher beiläufig mal angekündigt. Die Reaktion einer... Freundin war jedoch ein Schlag ins Gesicht. "Ich brauch keins, ich hab zuhause noch selber eine Packung liegen." Schön, wenn man Freunden mal was schenken will und dann so eine Antwort bekommt. Die Folge: Trotzreaktion. Gestern, am letzten Tag vor den Ferien, hab ich die merci mitgebracht. Ich hab allen meinen Freunden die Packung vor die Nase gehalten, dass sie sich etwas aussuchen konnten. Es ist ein schönes Gefühl, andere zu beschenken. Eben genannte Freundin war natürlich auch da. Als sie sich etwas nehmen wollte, habe ich ihr erklärt, eigentlich will ich ihr keins geben, eben wegen ihrer Reaktion. Hab aber dazu gesagt, sie soll ruhig nehmen. Hat sie natürlich nicht. Sie hat die Schokolade wieder eingepackt und an jemand anderen weitergegeben. Mit dem Kommentar: "Hier willst du? Ich darf nicht." Fein. Doppelter Schlag ins Gesicht. Merk ich mir. Aber wisst ihr was? Es hat trotzdem gut getan. Es hat verdammt gut getan, dieser Frau mal die Meinung zu sagen. Ihre Arroganz und Gleichgültigkeit geht mir schon lange auf die Nerven. Und endlich habe ich es geschafft, ihr meine Meinung zu geigen. Und es macht mich verdammt nochmal glücklich.
Aber ich kann bestätigen, Altruismus macht glücklich. Manchmal vielleicht eher Egoismus, aber meistens macht Altruismus glücklicher. Vielleicht sollte ich öfter Freunde beschenken.

Es gibt noch eine Erkenntnis der letzten zwei Wochen, was mich glücklich macht.
Das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Facharbeit war angesagt. Nach einigen Wochen mit reichlich Problemen hab ich es innerhalb einer Woche geschafft, sie zu schreiben. Und mit um 20 Uhr am Tag vor der Abgabe ausdrucken lag ich noch verdammt gut in der Zeit. Es gab einige Leute, die haben noch morgens in der Schule fertig geschrieben und ausgedruckt. Da sag mir nochmal einer, ich hätte ein schlechtes Zeitmanagement.
Was ich noch geschafft habe, war, etwas aufzuräumen. Nicht viel, aber das bisschen war schon eine große Leistung. Wie heute auch. Für mich ist hier kaum eine Veränderung sichtbar, aber es ist zufrieden stellend zu wissen, dass ich was geschafft habe.

Eine dritte und letzte Sache für heute, die mich glücklich macht. Mein Freund kommt morgen zu mir. Ich weiß noch nicht, für wie lange, aber eine Woche mindestens. Ich bin glücklich um jedesmal, wenn ich ihn bei mir habe, oder ich bei ihm bin. Bei 700km Entfernung ist eine Beziehung doch etwas anderes. Aber es hält, und das schon verdammt lange. Und das macht mich glücklich. Vor allem bringt mein Freund mich zum lachen, wenn ich gar nicht lachen will. Sei es durch auskitzeln oder durch ein "Cyber-Mundwinkel-nach-oben-ziehen" beim Skypen.

Das war's dann für heute und wohl auch für die nächsten zwei Wochen.

Natürlich noch das Wort zum Sonntag:



Yes, you make me smile!

In diesem Sinne
Have a nice day!

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